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Die Berufsfeuerwehr Altenburg

Seit 1921 hat die Stadt Altenburg eine Berufsfeuerwehr. Zurzeit tätigen dort 33 Beamte ihren Dienst. Das Verwaltungsgebäude in der Münsaer Straße ist rund um die Uhr mit jeweils einer Wachabteilung besetzt. Sechs Beamte gehören zu einer Wachabteilung. Sie besetzen als Erstangriffsfahrzeug ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20/16) und je nach Einsatzstichwort die Drehleiter (DLK 23/12) oder den Rüstwagen (RW 1). Der Fahrzeugführer des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug ist grundsätzlich auch der Einsatzleiter. Nur bei größeren Einsätzen kommt der Führungsdienst mit einem der beiden Einsatzleitwagen (ELW) oder dem Führungskraftwagen (FüKw) hinzu. Ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16), ein Wechselladerfahrzeug (WLF), ein Gerätewagen-Mess (GW-Mess), ein Gerätewagen-Atemschutz/Strahlenschutz (GW-AS) sowie ein VW Caddy als Tiertransporter runden den Fuhrpark der Berufsfeuerwehr ab.
Seit 1993 werden die Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst im Landkreis Altenburg aus der 35 Kilometer entfernten Stadt Gera koordiniert. Der Einsatzort wird über Fahrzeugfunk genannt oder auf Funkmeldeempfängern abgelesen. Die Berufsfeuerwehr hat ein Einsatzgebiet von über 4.560 Hektar mit cirka 22 057 Wohneinheiten. Die Bahnstrecke zwischen München und Rostock, mehrere Betriebe nach der Störfallverordnung sowie die Bundesstraßen 7, 93 und 180 stellen das Haupt-Gefahrenpotential dar.
 
Die Geschichte der Berufsfeuerwehr Altenburg

Nachdem am 7. Mai 1854 Altenburg die erste organisierte Feuerwehr erhalten hatte und diese in fast 70 Jahren erfolgreich große und kleinere Brände bekämpfte, machte es die fortschreitende Industrialisierung Anfang letzten Jahrhunderts erforderlich, auch in Altenburg eine Berufsfeuerwehr aufzubauen.

Im November 1921 wurde im ehemaligen Bauhof der Münsaer Straße 08 (seit 1712 Herzogliches Jagdzeughaus) von der Deutschen Erdöl AG (DEA) eine Berufsfeuerwehr stationiert, nachdem die Firma bei mehreren schweren Tagebaubränden festgestellt hatte, dass das bisherige Feuerlöschwesen dringend neu organisiert werden müsse. Die Berufsfeuerwehr hatte in erster Linie den Schutz der DEA - Werke in Rositz und der Werke in Regis – Breitingen zu gewährleisten. Aus dem Lageplan der „Herzoglichen Kraftwagenhalle“ wird ersichtlich, dass die Räumlichkeiten aus dieser Zeit noch heute von der Berufsfeuerwehr genutzt werden.

In einem Schreiben der Rositzer Braunkohlewerke AG an das Finanzministerium zu Altenburg, vom 13. August 1921, findet man die erste Erwähnung zur Gründung bzw. Bildung einer Berufsfeuerwehr der Rositzer Braunkohlewerke. Die Zeitschrift „Feuer und Wasser“, Jahrgang 1925, Nr. 2, beschreibt in dem Artikel „Feuerschutz im Mitteldeutschen Braunkohlebergbau“ ausführlich über Gründung und Aufgaben dieser bis zu diesem Zeitpunkt bewährten Berufsfeuerwehr. So wird berichtet das die Wehr aus 1 Branddirektor namens Helm, früher Brandingenieur in Chemnitz, 1 Brandmeister, 2 Oberfeuerwehrmännern, 2 Gefreiten, 12 Feuerwehrmännern und 2 Telefonisten bestand. Die Mannschaft ist nach Berliner Vorschrift uniformiert. Sie besteht durchweg aus gelernten Handwerkern, die in den Werkstätten der Feuerwehr Reparaturen an Kraftfahrzeugen der Firma sowie anderweitige Reparaturen und Neuanfertigungen ausführen. An Geräten sind vorhanden: 1 Personenkraftwagen für den Branddirektor, 8/24 PS Dürkopp, 1 Überland-Automobilmotorspritze 45/55 PS MAN mit angehängter elasticbereifter und abprotzbarer Fladermotorspritze von 750 l bei 8 Atm. auf 8/30 PS Dürkopp und 1 Krankenanhänger mit je zwei Bahren.

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